Nur ein kleines Detail im Track…

Nach einer erholsamen Nacht mit viiiiel Schlaf habe ich heute zum Abgewöhnen noch die eine oder andere Trajektorie gerechnet. Habe einen – eigentlich ganz unscheinbaren – Punkt auf dem Track noch einmal genauer angeschaut. Montagmorgen, 9.30 MESZ (s. weisser Pfeil):

Am Montagmorgen hatten Küde und Pascal eine Fahrtrichtung nach 180 bis 190°. Das war nicht optimal, da im Windfeld zu diesem Zeitpunkt eine Aufspaltung der Strömung zu erkennen war. Ein Ast hat nach Süd bis Südost geführt, der andere nach SW. Auch das russische Team fuhr zu dieser Zeit etwas weiter südlich in diese „schlechtere“ Richtung.

Grund genug also für einen kurzen Anruf auf das Satellitentelefon. Die Reaktion war cool: Keine zehn Minuten nach dem Anruf war die Richtung um 20° nach rechts korrigiert. Ein kleiner Aufstieg um 100 oder 200 Meter hat gereicht, um dies zu erreichen und die Reise konnte entspannt weitergehen. Möglicherweise war dies die wichtigste Kurve im ganzen Rennen. Definitiv weiss man es natürlich nicht, aber in den Trajektorien von diesem Zeitpunkt sieht man sehr schön, was passieren hätte können:

Ensemble Trajektorie mit Startzeitpunkt Montag, 3. Septermber 2012 um 9h MESZ auf 3000m. Das Modell ändert hier die horizontale und vertikale Position ein wenig und rechnet 27 Varianten.

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Über meteodani

Meteorologe, MeteoSchweiz
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4 Antworten zu Nur ein kleines Detail im Track…

  1. der Reinisch schreibt:

    Das war die spannenste Fahr nach Spanien. Ich hab auf einem PC ein paar Screenshots gemacht (leider nicht durchgängig, weil meine Verbindung ab und zu abgebrochen ist):

    http://www.lis-og.com/bilder/videos/GordonBennett.avi

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  2. Hanspeter schreibt:

    Eure Fahrt war super! Tolle Leistung des ganzen Teams. Wie beurteilt Dani den Punkt ca. Mo nm zwischen 14 und 18h UTC. Wäre da nicht mehr W dringelegen bei einer Fahrt um die 2800MSL statt auf 3200MSL fortzusetzen? Aber vielleicht wäre dies bei der Aufheizung schwierig geworden und hätte nicht unbedingt mehr Distanz eingebracht. Im Nachhinein ists dann einfach, die optimale Route zu finden.

    Schlussendlich war wohl dann doch diese R86 zum entscheidenden Faktor geworden, was irgendwie für das Endergebnis sehr unbefriedigend ist. Nach all dem Einsatz und Mühe verstehe ich da die Behörden nicht.

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    • meteodani schreibt:

      Zu dieser Zeit war das Ziel ja nicht nach W sondern möglichst weit nach SW zu kommen, was mehr Distanz bringt. Vor allem war da bereits klar, dass es über Südspanien in der Nacht auf Dienstag sehr schön nach W und später sogar kurzzeitig nach NW dreht. Also musste man grundsätzlich möglichst weit südlich sein, um optimale Voraussetzungen zu haben. Das hat auch solange perfekt geklappt, bis Küde und Pascal wegen der Sperrzone zum sinken gezwungen waren.

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  3. Stefaan Verhelst schreibt:

    Dear Team Swiss / Frieden/Witprchtiger, With very much interest and deep respect, I have followed the race of the participating teams from the start on Saturday Evening till last Tuesday. Although the Swiss team was not able to win, I would like gratulate the complete team (this means not only both pilots but also the meteo man and above all the complete crew who followed the team to the south west of Spain. Next year, the start will be closer to our home town, so we will try next year to be present at the start (as in Bristol 2 years ago). I hope we will be able to meet you there at the airfield of Grand Nancy Tomblaine. Many congratulations and big respect for the huge effort during this tremendous race With best regards, Stefaan VERHELST Kasteeldreef 25 9270 LAARNE Stefaan.verhelst@skynet.be _____ Van: „Gordon Bennett Team Swiss I Frieden/Witprchtiger“ [mailto:comment-reply@wordpress.com] Verzonden: woensdag 5 september 2012 20:41 Aan: stefaan.verhelst@skynet.be Onderwerp: [Neuer Artikel] Perfekte Zusammenarbeit meteodani posted: „Nach einer erholsamen Nacht mit viiiiel Schlaf habe ich heute zum Abgewhnen noch die eine oder andere Trajektorie gerechnet. Habe einen – eigentlich ganz unscheinbaren – Punkt auf dem Track noch einmal genauer angeschaut. Montagmorgen, 9.30 MESZ (s. wei“

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