Siegerehrung

Fast alle Teams sind zurück in Torun um sich feiern zu lassen. Jeder hat grosses geleistet.

Was für ein Moment, die Medaille ist überreicht, der Pokal darf gestemmt werden.

Wir sind Weltmeister im Langdistanz Gasballonfahren.

Unter den Klängen der Nationalhymne wird die Schweizer Flagge hochgezogen.

Wir freuen uns, Euch alle an der Weltmeisterschaft 2022 am 2. September 2022 in St.Gallen Schweiz wieder unterhalten zu können.

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Rückblick auf 3 Tage durch Europa

Nach einer kurzen Fahrt an die Grenze von Belarus sah es bei den Vorbereitungen aus. Eine herausfordernde Luftreise über 3 Tage und 13 Stunden, bis fast an den Atlantik ist daraus geworden. Ballonsport vom Feinsten, welcher die Fans Weltweit an die Tracking Bildschirme fesselte.

Schon bald nach dem Check In und General Briefing war klar, das Rennen wird 24h später starten. Regen und Wind am Freitag machen das Aufrüsten undenkbar.

Zeit die historische Altstadt von Torun zu besuchen und einige technische Vorbereitungen zu tätigen.

Der Eröffnungsabend mit einer Parade der Teams durch die Altstadt von Torun ist das erste Highlight.

Hunderte begeisterte Menschen säumen den Weg zum Büro des Stadtkonservators, wo die Eröffnungsfeier stattfindet.

Am Samstag dann endlich sorgt eine Hochdruckbrücke für ideale Verhältnisse um die 15 Gasballone aufzurüsten.

Für die Zuschauer gibt es eine Airshow mit vielen Darbietungen und Attraktionen.

Für uns heisst es alles vorbereiten, für eine Fahrt die ganz kurz oder im optimalen Fall ganz lange werden kann.

21:50 Der Startleiter Thomas Hora will noch 1 Sack Sand raus haben, damit unser MM Technics Gasballon genug Steigkraft hat und schon geht es unter der Schweizer Landeshymne ab in den Nachthimmel.

Ruhe kehrt ein in unserem 1.2 x 1.2m grossen Ballonkornb. Die Ballone treiben Ostwärts über das Lichtermeer von Torun.
Ständig auf der Suche nach der minimalsten Strömung, stimmen wir mit unserer Einsatzzentrale in Turbenthal die Taktik auf die Windsituation ab. Es gibt 3 Varianten; die Wettertechnisch sicherste heisst sofort hoch um möglichs weit nach Südosten an die Weissrussische Grenze zu kommen. Eine weitere Möglichkeit ist tief die Südwestströmung in Richtung Litauen nutzen.

Wir entscheiden uns für die, in Bezug auf mögliches Scheitern, risikoreichste Variante, die aber die grösste Strecke bringen kann. Langsam nach Nordosten und später immer mehr nach Norden treiben lassen, um dann um das Tiefdruckgebiet herum in die Bisenströmung zu kommen. Dabei muss die Kaltfront mit viel Regen und möglichen Gewittern, die über Deutschland Richtung Polen voran kommt gut im Auge behalten werden. Daniel Gerstgrasser unser Meteorologe weiss die Vorhersagemodelle und deren Veränderung klar zu deuten und sieht die Abschwächung und eine Nacht ohne Gewitter voraus.
In der Zwischenzeit sind drei Ballone Richtung Weissrussischer Grenze unterwegs.

Am ersten Morgen sind wir ca. 50km von Torun entfernt ganz tief langsam Richtung Norden unterwegs. 3 Teams sind schon bald an der Weissrussischen Grenze. Der Rest des Feldes ist noch dicht zusammen.

Eine herrliche Morgenstimmung mit Bodennebel belohnt unsere Geduld. Es sind diese Momente die das Rennen so besonders machen. Nicht nur Wettkampf, auch purer Genuss!

Unser Team in Turbenthal ist dabei die Taktik für den anbrechenden Tag auszuhecken.

Ganz in unserer Nähe, Wilhelm und Benni Eimers. Zeitweise konnten wir uns in der vergangenen Nacht zurufen.

Hier trennten sich dann unsere Wege, während Eimers Ballooning wie die meisten Ballone über der Inversion nach Nordosten weiterziehen, bedienen wir das Ventil, lassen Wasserstoff ab und sinken in die Grundschicht, um weiter nach Norden zu kommen.

Es ist wichtig, so weit wie möglich nach Norden voranzukommen, um die abschwächende Kaltfront im Süden passieren zu lassen.

Am 2. Morgen zeichnen sich langsam die verschiedenen Strategien ab.
Ein paar Ballone sind am Abend aus Sicherheitsgründen gelandet. Hut ab vor jedem Piloten, der trotz Wettkampf landet, wenn er sich unsicher ist. Wer in diesem Jahr keinen Meteorologen im Team hatte und nicht konsequent nach Nord Nordosten vorangekommen ist, musste sich ernsthaft Gedanken machen ob er weiterfahren soll.
Hier kommt die Stärke unseres Meteo und Strategie Teams mit Daniel Gerstgrasser, Roman & Helen Hugi, Gian-Marco und Corinne Nacht zum tragen. Wir sind nahe an einer Kaltfront und wissen, dass die Sache sicher ist, dank unserem Team zu Hause.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl Grenzenlos sein.

Leider stimmt das nicht, denn üeberall sind Gefahren- und Sperrgebiete die jederzeit aktiviert werden können. Ein solches aktives Militärgebit liegt vor uns und wir fragen bei der Flugsicherung um eine Freigabe zur Durchfahrt. Ein Nein hätte das Ende des Wettkampf für uns bedeutet.

Die nette Dame der polnischen Flugsicherung sagt uns; don’t worry, all airspaces are open for you, just tell us what you need.
Auf der ganzen Strecke sind wir bei der Flugsicherung willkommen und der Weg wird uns geebnet.
Herzlichen Dank!

Am Abend des 2. Tages sind wir der hinterste Ballon im Rennen. Ganz an der Spitze ist POL 2 und dürfte schon einiges an Regen abbekommen haben.
Wir wollen südlich von Berlin durchkommen und brauchen deshalb Geduld. Die Kaltfront wird bis am frühen Abend noch Regenschauer produzieren. Erst in der Nacht wird die Strecke in südwestlicher Richtung sauber und ohne übermässigen Ballastverbrauch zu fahren sein.

Auf der ganzen Welt verfolgt man das Rennen mit einem live Tracking am Internet. Viele haben sich gefragt, was macht nur SUI-2, die kommen einfach nicht vorwärts…

In der Nacht beschleunigen auch wir und begeben uns auf den Weg Richtung Frankreich.

Berlin lassen wir rechts unserer Strecke hinter uns und bewegen uns auf den Cargo Flugplatz Leipzig zu. Dort ist besonders in der Nacht viel Flugbetrieb. Nur ganz am Boden geht es genügend nach Süden um die Kontrollzone zu meiden. Dank unserem Nachtsichtgerät und der hervorragenden Navigations App „Sky Demon“ können wir sicher über den Windrädern die mit 45 km/h schnelle, aber sehr stabile Strömung nach Süd Südwest nutzen.

Es ist eine wunderschöne Nacht, wir geniessen es über Städte und Dorfer zu fahren, ein herrliches Lichtermeer unter uns, ein Vollmond mit Sternenhimmel über uns.

Es sind diese Momente die das Rennen so besonders machen. Nicht nur Wettkampf, auch purer Genuss!

Der 3. Tag bringt uns quer über Deutschland bis ins Elsass bei Strassbourg. Gesehen haben wir nichts von der Landschaft, über den Wolken streichen wir Sonnencréme auf und arbeiten an unserer Gesichtsfarbe….

An diesem Morgen landen SUI-1 und POL-2 kurz vor der Französischen Grenze. Beide haben offensichtlich ein kleines Gasleck an der Hülle. Was genau das ist kann man in der Luft nicht herausfinden, man merkt es einfach durch ständiges Sinken und hat dadurch erhöhten Ballastverbrauch.

Noch 3 Ballone sind in der Luft. 2x Frankreich und 1x Schweiz.

Bemerkenswert ist das Team Vater und Sohn Hervé und Hervé André Moine, die mit einem alten Ballon mit Netz unterwegs sind. Es ist klar, dass sie am Abend landen müssen, eine 4. Nacht ist mit dieser alten Hülle nicht möglich. Aber dass ein Team mit diesem Ballon auf das Podest fahren kann ist eine Sensation! Bravo Bravo

An diesem Abend müssen wir uns entscheiden. Mit dem vielen Ballast den wir noch haben, ist es möglich, den Dauer Weltrekord von Wilhelm Eimers aus dem Jahr 1995 über 93h 10min zu überbieten. Das gelingt aber nur, wenn man genug bremsen kann, um erst am nächsten Abend am Atlantik zu landen. Dazu steigen wir ab um in der Grundschicht nach Süden zu kommen wo die Winde am nächsten Tag schwächer sind.

Die Grundschicht ist sehr turbulent und die Richtung zu wenig nach Süden. Wir müssen den Plan den Weltrekord zu holen aufgeben und sind durch diesen Versuch von der Ideallinie hinter FRA-2 abgekommen. Wird uns das den Sieg kosten?

In dieser Nacht hat es über dem Französischen Jura militärische Tieffluggebiete die aktiv sind. Im Bild der Flieger sind wir über dem Sperrgebiet, das in 1500 m.ü.M überquert werden darf.

Genau in diesem Moment schiesst ein Kampfjet unter uns durch. Wow! was für ein Gefühl von oben zuschauen zu können wie der Jet durch die Nacht braust.

Keine Angst, das ist alles sicher, wir haben einen Transponder der uns für die Flugsicherung und das Militär sichtbar macht und wir stehen mit der Flugsicherung im Kontakt.

Es geht in die Schlussphase, der Bodenwind beträgt 25-40 km/h und ist bööig. Das Französische Team Eric Décelliéres und Benoit Havret landen zu unserem Erstaunen 75 km vor der Atlantik Küste. Offenbar haben Sie kaum mehr Ballast und dadurch nur einen Landeversuch, der gelingen muss. Im laufe des Morgens wird die Thermik den Bodenwind weiter aufleben und böiger werden lassen. Sie entscheiden sich deshalb für eine sichere Landung in den Morgenstunden.

Wir sind zu dieser Zeit 145 km hinter ihnen. Es wir ca 11 Uhr bis wir mehr Strecke und somit den Sieg auf sicher haben. Wie werden die Bodenwinde dann sein? Der Korb wird für eine ruppige schnelle Reissbahnlandung vorbereitet. Wir sichern uns mit einem Seil am Korb um bei der Landung nicht aus dem Korb geschleudert zu werden. Die Helme werden montiert und das Material wird verstaut.

Eric Décelliéres und Benoit Havret müssen vom Boden aus zusehen, wie wir über sie hinweg zum Sieg fahren. Ein unschöner Moment, wir kennen das aus früheren Jahren wo Vincent Leys und Christoph Houvert über unseren Landeplatz gefahren sind.

Eric und Benoit waren am zweiten Tag auf 4500 m.ü.M das hat Ballast gekostet, der Ihnen am Schluss gefehlt hat. Unsere maximale Höhe lag bei 3632 m.ü.M wir haben noch 100 kg Ballast und könnten noch bis am Abend fahren, nur dann wären wir auf dem Atlantik.

Das Landegebiet ist ideal, flach und mit grossen Feldern für eine schnelle Landung mit entsprechender Schleiffahrt am Boden.

Mit einem Blick nach unten stellen wir fest, dass die Bäume viel weniger stark schwanken wie noch vor einer Stunde. Der Bodenwind hat nachgelassen ideal für unsere baldige Landung.

Vorsichtig wir Gas abgelassen um ein langsames sinken einzuleiten. 30 Meter über dem Boden geben wir das Schleppseil aus Kokosfasern ab, das bremst unser Sinken und dreht den Ballon in die Landeposition.

Es geht noch über ein Maisfeld und eine Baumreihe bis das ideale Landefeld in Form eines abgemähten Weizenackers vor uns liegt.

Auf Baumhöhe hatten wir noch 25 km/h jetzt am Schleppseil sind es noch 15 km/h und die Landung erfolgt ganz sanft. Der Ballon bleibt noch ein wenig stehen, bis er sich zu Boden neigt und der restliche Wasserstoff durch den Wind ausgedrückt wird.

Der 64. Coupe Aéronautique Gordon Bennett 2021 geht an die Schweiz!

Wir sind Weltmeister im Langdistanz Gasballonfahren mit einer Strecke von
1559.68 km in 85:00 Stunden.
Das ergibt eine Durchschnittliche Geschwindigkeit von 18.35 km/h.

Max Höhe: 3632 m.ü.M, 11911 feet
Max Speed: 58 km/h, 31.3 kt
50 kg Restballast nach der Landung

Herzlichen Dank an unser gesamtes Team! Ihr seid fantastisch!

Meteo, Strategie
Daniel Gerstgrasser
Roman & Helen Hugi
Gian-Marco & Corinne Nacht

Crew
Jris Frieden
Robert Elsässer
Bruno Steiner

Piloten
Kurt Frieden
Pascal Witprächtiger

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World Champion

Unglaublich unfassbar und einfach Mega, wir sind Weltmeister 2021 !!

Herzlichen Dank an unser gesamtes Team. Ihr seid fantastisch. Ohne Euch ist sowas nicht möglich.

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Bereit für die Landung

Wir sind festgezurrt und bereit für die baldige Landung. Der Wind hat eher leicht nachgelassen. Die Grundschicht ist noch merklich Kühler, somit ist der Kaltluftsee noch vorhanden und dort wird es noch langsamer. Der Ballon geht ständig rauf und runter aber in die kalte Bodenschicht taucht er nicht ein.

Drückt uns die Daumen für eine glatte Landung. Wir haben noch 9 Sack Sand.

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Die 4. Nacht

Wer hätte das gedacht, dass wir über 80 Stunden in der Luft sein werden. Aber so ist das beim Gordon Bennett Race, man muss es nehmen wie es kommt und sich dem Wetter anpassen. Da sind wir natürlich froh, Daniel Gerstgrasser in unserem Team zu haben. Er weiss was Sache ist beim Wetter und er geht auch keine Risiken ein. Das war auch der Grund für unsere langsame Fahrt am Anfang. Die Front im Süden vorbeiziehen lassen und dann dahinter geht die Post ab.

Damit die richtige Route gefunden werden kann, rechnet man im Internet Trajektorien, das sind Berechnungstools um die Windströmung auf verschiedenen Höhen sichtbar zu machen. Roman Hugi und Gian-Marco Nacht rechnen 24h Trajektorie um Trajektorie. Laufend wird die Strategie an das sich ändernde Wetter angepasst und feinjustiert. Das tönt jetzt ganz locker, ist aber manchmal recht hektisch, wenn sich der Wind mal wieder nicht an die Berechnungen halten will.

Diese Letzte Nacht hat es in sich. Eine labile Bisenströmung mit 45 km/h am Boden und viele aktive Militärische Tiefflugzonen. Unser Ballon will einfach nicht stabil fahren wie in den letzten Nächten. Die Richtung sollte auch noch stimmen, ein richtiger Kampf mit den Elementen.

Die Überwachung der vielen Lufträume und – noch schwieriger – der tausenden Sperr- und Gefahrengebiete die via NOTAM aktiviert werden macht eine solche Fahrt zur Herausforderung. Corinne Nacht hat alle Hände voll zu tun, die geplante Route auf Luftraumprobleme zu prüfen. Wir in der Luft haben nicht immer Internet und wenn uns der Controller auf ein Sperrgebiet aufmerksam macht, ist es vielleicht schon zu spät zum Ausweichen.

Und wir zwei im Korb versuchen die Strategie umzusetzen und die Winde aufzuspüren. Manchmal sind 100 Meter höher oder tiefer entscheidend. Langweilig wird es dabei nie und zwischendurch geniessen wir auch die Aussicht auf die Landschaft Dörfer und Städte besonders in der Nacht, wenn die Lichter ein ganz neues Bild zeichnen. Es sind einfach wunderbare Stunden hier oben, die man trotz Wettkampf geniessen kann.

Schön seid Ihr dabei und begleitet uns auf dieser wunderbaren Luftreise.

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Tracker mit Stromproblemen

Keine Angst, der Ballon ist nicht stehen geblieben… Der offizielle Tracker des Veranstalters hat ein Problem mit dem Akku. Wir arbeiten an einer Lösung. Der Ballon ist weiterhin auf Kurs.

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Vive la France 🇫🇷

Jetzt wird es für uns besonders schwer, in Frankreich kämpfen wir gegen 2 Französische Ballone. Doch wir bleiben dran, das erste Ziel SUI-1 zurückzubekommen haben wir erreicht, die nächsten Ziele kommen Step bei Step.

Wir möchten unseren Kollegen SUI-1 und POL-2 unser Bedauern aussprechen, es ist hart in Pole Position wegen technischen Problemen aufgeben zu müssen. Ihr seid heil heruntergekommen, das ist wichtiger als der Rang.

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Stuttgart TMA durchquert

Bald haben wir die TMA Stuttgart hinter uns. Herzlichen Dank an die sehr zuvorkommenden Fluglotsen. Hier ein kleiner Auszug.

Wir melden uns bei Langen Radar. Bekommen einen Level Block FL 100-120 das sind 3050 – 3660 m.ü.M Der controller sagt crossing Stuttgart TMA is approved when you need a level change just let us now. Und dann auf Deutsch. Wie kalt ist es da oben und scheint die Sonne?
Dann kommt eine zweimotorige Beach der Controller sagt zu ihm if ju like to make a circle round the balloon just do it. Leider war er zu busy. Dann der Controller, Ballon HB-QKF wir hätten da noch ne Frage falls sie zeit haben. Natürlich haben wir Zeit, wenn wir was haben, dann Zeit…. Wie war das Startgewicht und wie viel davon war Ballast? Sind nur noch drei Ballone in der Luft? Wir haben Ihr Video gesehen das ist fantastisch.
Ist das nicht herrlich wenn man so willkommen ist. Danke nach Langen Radar.

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Stuttgart TMA durchquert

Bald haben wir die TMA Stuttgart hinter uns. Herzlichen Dank an die sehr zuvorkommenden Fluglotsen. Hier ein kleiner Auszug.

Wir melden uns bei Langen Radar. Bekommen einen Level Block FL 100-120 das sind 3050 – 3660 m.ü.M Der controller sagt crossing Stuttgart TMA is approved when you need a level change just let us now. Und dann auf Deutsch. Wie kalt ist es da oben und scheint die Sonne?
Dann kommt eine zweimotorige Beach der Controller sagt zu ihm if ju like to make a circle round the balloon just do it. Leider war er zu busy. Dann der Controller, Ballon HB-QKF wir hätten da noch ne Frage falls sie zeit haben. Natürlich haben wir Zeit, wenn wir was haben, dann Zeit…. Wie war das Startgewicht und wie viel davon war Ballast? Sind nur noch drei Ballone in der Luft? Wir haben Ihr Video gesehen das ist fantastisch.
Ist das nicht herrlich wenn man so willkommen ist. Danke nach Langen Radar.

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Über der Inversion ist das Leben schön…

Küde und Pascal haben in der Nacht super aufgeholt. Sie sind nun bei Bamberg auf 3300 Meter gestiegen und fahren mit gut 40 km/h nach Südwesten.

Satellitenbild und Flugwettermeldungen von 7 UTC. Die Position und weiter Fahrtrichtung ist mit einem roten Pfeil markiert.

Dank zunehmendem Hochdruckeinfluss sind die Verhältnisse super: Auf etwa 3000 Metern hat sich eine Absinkinversion gebildet, darüber ist die Luft trocken und stabil geschichtet. Dies verspricht heute eine ruhige und thermikfreie Fahrt in Richtung Frankreich.

Fotos aus dem Korb von 7 UTC bei Bamberg. In Bodennähe liegt noch viel Restfeuchte von der gestrigen Front.

Für Meteo-Nerds das Ganze noch anhand einer Grafik aus dem Prognosemodell. Dargestellt ist der vertikale Verlauf der Temperatur, des Taupunktes und des Windes am Standort des Ballons:

Auf Fahrthöhe des Ballons (3300 m) ist die Luft trocken (= Temperatur- und Taupunktkurve weit auseinander) und stabil geschichtet. In Bodennähe hat es noch einiges an Restfeuchte vom Schlechtwettergebiet der letzten Tage (Temperatur- und Taupunktkurve liegen übereinander).
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